Dodavatel zimních zahrad v ÈR

Anforderungen an Wintergärten im Baubestand nach EnEV 2002

Wintergarten

Unter "Wintergarten" wird ein Anbau verstanden, der in der Regel außen an einem Gebäude als Erweiterung des Gebäudes angebaut wird und in gewissen Jahreszeiten als angenehmer Wohnraum genutzt wird. Er kann beheizt oder zeitweise beheizt sein. Er kann im Raumverbund mit den übrigen Wohnräumen des Hauses oder durch eine verschließbare Tür von übrigen Wohnräumen getrennt sein.

EnEV

Bei einem Neubau mit integriertem Wintergarten ist der Wintergarten wie jeder andere Raum in den Energiebedarfsausweis einzuschließen. Die Anforderungen der EnEV bei dem nachträglichen Anbau eines Wintergartens an ein bestehendes Wohngebäude sind in der Tabelle 1 zusammengefasst. Unter "Wintergarten" wird gewöhnlich ein unbeheizter Glasvorbau verstanden, der mit seinen solaren Wärmegewinnen zur Reduktion des Heizwärmebedarfs beiträgt.
 

Unbeheizter Glasvorbau:An den nachtäglichen Anbau eines unbeheizten Raumes stellt die Energieeinsparverordnung (EnEV) keine Anforderungen.
 

Beheizter Wintergarten: Soll der Wintergarten - direkt oder über Raumverbund - beheizt werden, gelten folgende Anforderungen für bauliche Erweiterungen:

 

  1. Erweiterung bis 30 m³: Es gilt eine Bagatellgrenze für Erweiterungen von 30 m³, bis zu der keine Anforderungen einzuhalten sind.

  2. Erweiterungen (30 - 100 m³): Bei Erweiterungen von mindestens 30 m³ bis einschließlich 100 m³ sind die in der EnEV im Anhang 3, Tabelle 1 angegebenen Wärmedurchgangskoeffizienten der Bauteile einzuhalten. Für Fenster beispielsweise gilt damit ein maximaler Wärmedurchgangskoeffizient von 1,7 W/(m²*K).

  3. Erweiterungen größer als 100 m³: Bei Erweiterungen von mehr als 100 m³ ist eine Bilanzierung des primären Energiebedarfs für den neuen Gebäudeteil vorzunehmen.
    Zur Berechnung des Heizwärmebedarfs ist dabei die Monatsbilanzierung nach DIN V 4108-6 heranzuziehen, wenn der Fensterflächenanteil über 30% liegt. Bei Anbau eines beheizten Wintergartens ist das vermutlich in der Regel. Die Trennfläche zum bestehenden Gebäude geht dabei nicht in die wärmeübertragende Hüllfläche ein.

Tabelle 1: Nachträglicher Anbau eines Wintergartens an ein bestehendes Gebäude


Fall

 

Eigenschaften
des Wintergartens

Volumen

Beheizung

Anforderungen
der EnEV

wegen

A

durch eine verschließbare
Tür von den
übrigen
Wohnräumen des Hauses getrennt

beliebig

keine

keine Anforderungen

§ 1 Abs. 1 Nr. 1
§ 1 Abs. 1 Nr. 2

B

durch eine verschließbare
Tür von den
übrigen
Wohnräumen des Hauses getrennt

beliebig

weniger als 4 Monate im Jahr beheizt

keine Anforderungen

§ 1 Abs. 1 Nr. 1
§ 1 Abs. 1 Nr. 2
§ 2 Nr. 1 und 3

C

von den übrigen
Wohnräumen des Hauses getrennt oder nicht getrennt

kleiner als
100 m³, Gebäude mit geringem Volumen

mehr als 4 Monate mit Hilfe der bestehenden Heizung

nur
Bauteilanforderungen nach Anhang 3, Tabelle 1, Zeile 2a

§ 1 Abs. 1 Nr. 1
§ 1 Abs. 1 Nr. 2
§ 7, Anhang 3, Tabelle 1

D

von den übrigen
Wohnräumen des Hauses getrennt oder nicht getrennt

größer als 100 m³

mehr als 4 Monate mit Hilfe der bestehenden Heizung

EnEV ist voll anzuwenden

§ 1 Abs. 1 Nr. 1
§ 1 Abs. 1 Nr. 2


 

Anhang 3, Tabelle 1 (Auszug): Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten bei erstmaligem Einbau, Ersatz und Erneuerung von Bauteilen

Zeile

Bauteil

Maßnahme

Normale Innentemperatur
Umax in W/m²K

Niedrige Innentemperatur
Umax in W/m²K

2a

Außenliegende Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster

gesamtes Bauteil ersetzt oder erstmals eingebaut

1,7 *2)

2,8

2b

Verglasungen

Verglasung ersetzt

1,5

keine Anforderung

2c

Vorhangfassaden

allgemein

1,9

3,0

4a

Decken, Dächer und Dachschrägen

Steildächer ersetzt oder erstmalig

0,30

0,40

4b

Dächer

Flachdächer ersetzt oder erstmalig

 

 

*2) Wärmedurchgangskoeffizient des Fensters; er ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder nach DIN EN ISO 10077-1 : 2000-11 zu ermitteln